Festgeld
Beim Festgeld handelt es sich um eine Kapitalanlage, die auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet ist. Wie man bereits aus dem Namen erkennen kann, handelt es sich vereinfacht um Geld, das für eine bestimmte Laufzeit fest angelegt wird. Im Gegensatz zum Tagesgeld gibt es beim Festgeld eine Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit. Je nach gewählter Anlagedauer variieren die Zinsen beim Festgeld, wobei grundsätzlich eine längere Laufzeit mit besseren Zinsen belohnt wird. Das einfache Prinzip: Wer nur für 1 Jahr sein Kapital als Festgeld anlegt, bekommt einen deutlich geringeren Zinssatz, als bei einer Festgeld Anlage von 4 oder 5 Jahren.
Man sollte jedoch auch beim Festgeld die derzeitigen Zinssätze genau vergleichen, wozu sich ein Festgeld Vergleich im Internet anbietet. Gerade für etwas kürzere Anlagezeiten bis ca. 1 bis 1,5 Jahren ist oftmals kein besserer Zins möglich als beim Tagesgeld. Da es beim Festgeld auch Nachteile gibt, sollte man bei gleichem Zins eher die Alternative im Tagesgeld suchen. Beim Festgeld gibt es zwar eine Zinsgarantie, jedoch wird diese damit erkauft, dass man über die gesamte Laufzeit nicht an das Kapital kommt. Gerade für kürzere Laufzeiten, macht es daher mehr Sinn, das Tagesgeld zu bevorzugen, da die Zinsen in etwa auf einem gleichen Niveau liegen.
Das Festgeld ermöglicht umgekehrt gerade bei längeren Laufzeiten, das eigesetzte Kapital 100% sicher und zu einem vergleichsweise guten Zins anzulegen. Wenn man sich für 4 Jahre und mehr entscheidet, liegen die Zinsen beim Festgeld beim besten Anbieter derzeit bei 3,1%. Das ist etwa doppelt so viel, wie der durchschnittliche Zinssatz beim Tagesgeld. Beim Festgeld sollte man immer versuchen die Anlagedauer so zu wählen, dass man sich nicht zu lange verpflichtet und dennoch einen vergleichsweise guten Zins erhält. Als Anleger kann man beim Festgeld selbst entscheiden, für wie lange die Ersparnisse fest angelegt werden sollen. Diese Entscheidung sollte jedoch sorgfältig getroffen werden, da man im Nachhinein daran nichts mehr ändern kann. Eine vorzeitige Auflösung des Festgelds ist in der nicht vorgesehen, weshalb man genau planen sollte.
In bestimmten Fällen lässt sich eine vorzeitige Auflösung des Festgeldkontos erreichen. Dies ist jedoch mit gravierenden Nachteilen und finanziellen Einbußen versehen. Je nach Kreditinstitut ist mit Stornokosten zu rechnen und gleichzeitig verliert der Anleger sämtliche Zinserträge. Im besten Fall erhält man bei einer vorzeitigen Auflösung des Festgelds das eingesetzte Grundkapital zurück. Dies variiert jedoch je nach Bank und Vertrag und muss im Einzelfall genau geprüft werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor Abschluss eines Festgeld Vertrages bei der Bank nachfragen. Mit etwas Verhandlungsgeschick sollte es zumindest möglich sein im Fall einer vorzeitigen Kündigung eine vollständige Rückzahlung des eingesetzten Kapitals ohne Zinserträge zu erwirken.
Wer sich für eine Kapitalanlage in Form von Festgeld interessiert, sollte auch hier wieder genau vergleichen. Ein Festgeld Vergleich funktioniert am einfachsten im Internet. Über einen Festgeld Rechner kann man die verfügbare Anlagesumme und die gewünschte Anlagedauer eingeben und erhält sofort eine Übersicht der Tagesgeld Angebote. Selbst bei identischen Laufzeiten einer Festgeld Anlage unterscheiden sich die Zinsen je nach Kreditinstitut teils erheblich. Derzeit kann man beim besten Anbieter für 4 Jahre 3,10% Zinsen erhalten und beim schlechtesten 1,50%. Das ist unter Umständen weniger, als bei einem Tagesgeldkonto. Man sollte deshalb gerade beim Festgeld besonders kritisch sein, ob die gewählte Laufzeit auch entsprechend hoch verzinst wird oder man als Kunde bei anderen Kreditinstituten mit weniger Laufzeit vergleichbare oder sogar bessere Konditionen erhält.